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Starke Wurzeln

Auf dem rauen Kopfsteinpflaster-Boden der alten Sust in Splügen, wo einst Pferde eingestallt wurden, steht eine blitzblanke Design-Küche. Aber was heisst stehen: Die weisse Kochinsel in der Mitte des Raumes ruht auf einer unsichtbaren Metallplatte, die wiederum auf einem Stahlrahmen liegt. So scheint die Küche zehn Zentimeter über dem Boden zu schweben. Eine raffinierte Konstruktion, die unter den knorrigen Deckenbalken und in historischem Gemäuer den ästhetisch konsequenten Kontrast setzt.

REDUKTION AUF DAS URSPRÜNGLICHE
Die schwebende Küche steht im Eingangsbereich der alten Sust in Splügen. Ein mächtiges Gebäude mit Vergangenheit. Hier wurden während Jahrhunderten die Waren, die das Säumerdorf erreichten, umgeladen und für den Weitertransport bereit gemacht. Das historische Gebäude ist von Ivo Wegmann, Gerri Hanhart und Hans Rudolf Luzi mit viel Aufwand, Sachverstand und Liebe zum Detail renoviert worden. Unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz und der Auflagen des Denkmalschutzes wurde das maximal Mögliche herausgeholt: Eine kühne Durchdringung von Alt und Neu. Mit Ausnahme von zwei kleinen, zusätzlichen Fensteröffnungen im ehemaligen Stallbereich wurde an der Aussenfassade des Gebäudes nichts verändert. Doch innen schlägt die Zeit von heute. Entstanden sind sechs Einheiten im Stockwerkeigentum, aufgeteilt auf fünf Besitzer. «Maximaler Rückbau und Reduktion auf das Ursprüngliche», hiess die Devise von Architekt und Bauleiter Hans Rudolf Luzi für die Restauration. Alle fünf Forster Küchen, die in der ehemaligen Sust eingebaut wurden, fügen sich mit ihrer Schlichtheit und ihrem Design nahtlos in dieses Konzept.